Pampower Verbandsligafußballer „verlieren“ gegen das Schlusslicht mit 1:1

Wenn ein Fußballer 20 Jahre oder gar noch länger die Fußballschuhe schnürte, dann hat er in der Regel schon alles erlebt – denkt er zumindest. Was die erfolgshungrigen   Verbandsligakicker aber verband nach dem vorgezogenen Freitagabendspiel gegen den PSV Wismar, war die Erfahrung, ein neues Kapitel ihres Curriculums geschrieben zu haben. Gegen den bisherigen Tabellenletzten PSV Wismar wollte der bis dahin in blendender Verfassung scheinende MSV Pampow wieder ein Feuerwerk abfackeln, scheiterte aber am eigenen Unvermögen und am eigenen Inventar. Insgesamt 8 (!) Mal scheiterten die Pampower Piraten alleine an Latte oder Pfosten und „verlor“ die Partie mit 1:1.

1. Halbzeit: zähes Ringen um jeden Zentimeter in Strafraumnähe

Die Verbandligafußballer vom Mecklenburger Sportverein Pampow e.V. mussten nicht nur auf die zahlreichen Langzeitverletzten Grewe, Fieber und Niemann sowie auf den Berufssoldaten Markus Westphal verzichten, sondern auch ohne Waack und Brickwedde, die beide privat verhindert waren, auskommen. Pampow drückte von der ersten Spielminute an auf das Tempo und drückte den Gast aus der Hansestadt Wismar tief in die eigene Hälfte hinein. Das sorgte dafür, dass es kurz vor dem Tor ein zähes Kämpfen um jeden einzelnen Zentimeter gab. Der PSV lauerte auf seine Chancen zu kontern. Diese gab es ab und an mal, weil das Passspiel der Pampower teilweise katastrophal war. Zumindest die Rückwärtsbewegung der Hintermannschaft der in grün-schwarz spielenden Pampower war an diesem Tag akzeptabel. In der Vorwärtsbewegung tat man sich gegen die eng und tief gestaffelte Hintermannschaft bedingt schwer. Wenn schnell und direkt über die Außenbahn gespielt wurde, ergaben sich zahlreiche Tormöglichkeiten für die Gastgeber. Eher zufällig landete eine Ronny-Rieling-Flanke am Lattenkreuz, von wo der Ball wieder ins Feld sprang (6.). In der 11. Spielminute setzte sich Pönisch stark selbst in Szene. Sein strammer Torabschluss klatschte von halblinker Position im Strafraum frontal an den linken Torpfosten. Nur wenig später war es dann Köhn, der auf und davon war und im 1-gegen-1 den Ball an die Oberkante der Latte drosch (19.). Nach einer Hasselmann-Flanke stand die zweite Spitze, Danny Thomas blank am Fünfmeterraum und drosch den Ball an den linken Torpfosten (23.). Nur drei Minuten später landete eine Pönisch-Ecke auf dem Kopf von Mannschaftskapitän Mathias Reis, der freistehend im Fünfmeterraum den Ball am Tor vorbei köpfte (26.). Zu diesem Zeitpunkt hätte der MSV längst führen müssen. Spätestens nach der zweiten Chance von Danny Thomas schüttelten einige der zahlreichen Zuschauer den Kopf, weil sie ihren eigenen Augen nicht glauben wollten. Der Mittelstürmer nahm eine Hereingabe im Fünfmeterraum an und scheiterte an einem Reflex eines auf der Torlinie stehenden Feldspielers (37.). Das war eine unglaubliche Szene. Bis zur Pause passierte nichts mehr und beide Mannschaften, wie auch die Zuschauer, waren überrascht, dass noch kein Tor gefallen war.

2. Halbzeit: unermüdlicher Kampf wird nicht belohnt mit dem Sieg

Zur zweiten Halbzeit kamen für Thomas und Hasselmann frische Kräfte durch Groth und Hecht. Ein erstes Achtungszeichen setzte der Gast aus Wismar, der einen Angriff aber zu überhastet abschloss. Dann begann der MSV einen Sturmlauf. Rieling schoss den Ball knapp links unten neben das Tor aus 17 Metern, kurz darauf landete ein Schmandt-Schuss am Pfosten. Und inmitten dieser Druckphase kam der Gast nach einer Standardsituation zu einer Offensivaktion. Der bereits raus geköpfte lange Ball wurde wieder ins Spiel gebracht und landete im Strafraum vor den Füßen von Jamil Sharo, der den Ball, überraschend für alle auf und um den Platz, ins Tor schoss zur 1:0-Führung für den PSV Wismar (58.). Der MSV zeigte sich keineswegs geschockt und antwortet mit wütenden Angriffen. Hecht probierte es aus der Distanz genauso wie Pönisch und Witkowski, aber immer war ein Bein im Weg oder Torhüter Lewerenz bekam eine Hand hinter den Ball. Der vierte Versuch nach dem Führungstreffer landete aber dann im Kasten von Lewerenz. Hecht spielte Witkowski am Strafraum mit einem gescheiten Pass frei, der sich ein Herz fasste und den Ball platziert ins linke untere Eck schoss (1:1/63.). Pampow wollte sofort nachsetzen und kreierte sich auch auf engstem Raum immer wieder Torchancen. Einzig Lewerenz im PSV-Tor behielt für seine Mannschaft die Übersicht und verhinderte mehrfach den Rückstand der seinen. Bei dem Freistoß von Drews musste er sein ganzes Können aufbieten, da er diesen Ball erst sehr spät sah. Glück hatte er hingegen bei den beiden Lattenschüssen von Mathias Reis. Zunächst spielte Schmandt seinen Kapitän glänzend über links frei, bevor er den zurückgelegten Ball an die Querstange schob (74.). Das andere Mal schlenzte der feinfühlige Linksfuß den Ball an die Unterlatte des Tores, von wo er an den Pfosten und anschließend nach draußen prallte (86.). Zuvor hatte der gut aufgelegte Keeper der Gäste aber glänzend Bälle von Schmandt (75.), Hecht (76.) und Köhn (80.) in höchster Not gehalten. Auch aus Nahdistanz wollte der Ball einfach nicht noch einmal ins Netz gehen. Witkowskis Schuss landete wieder nur am Pfosten nach einem Gewühl im 16er (82.). Als der Keeper dann einmal bei einem langen Ball zu spät kam gegen Reis, rettete ein Verteidiger noch auf der Linie (90.). Der letzte Schussversuch von Hecht landete neben dem Tor und so mussten sich die Favoriten mit einem Punkt zufrieden geben, obwohl Chancen für mehrere Spiele dabei waren.

Aufstellung

MSV Pampow:
  • Tor: Teufert
  • Abwehr: Tell (70. Adolf), Reis (C), Drews, Pönisch
  • Mittelfeld: Rieling, Hasselmann (46. Hecht), Witkowski, Schmandt
  • Angriff: Köhn, Thomas (46. Groth)
  • Trainer: Brauer/Hecht
PSV Wismar:
  • Aufstellung: Lewerenz – Holst, Rohloff, Peters, Gertz, Greve, Frank, Maibaum, Sharo (73. Schwarz), Henschel, Wandt
  • Trainer: Eckhard Jesko

Infos

Schiedsrichter:
  • Christian Minx (Papendorf)
Zuschauer:
  • 212

Tore

Tore:
  • 0:1 Jamil Sharo (58. Minute, Rechtsschuss)
  • 1:1 Tino Witkowski (63. Minute, Rechtsschuss, Vorlage: Heiko Hecht)

Karten

Gelbe Karten:
  • MSV Pampow: Sebastian Drews (79. Unsportliches Betragen)
  • PSV Wismar: Marco Rohloff (33. Foulspiel)

Sponsoren

Nächstes Spiel

Freitag 23 Februar, 2018 19:30
 
MSV Pampow - TSV Bützow

Ergebnis letztes Spiel

Freitag 24 November, 2017 19:30
 
MSV Pampow 4 : 0 SV 90 Görmin

Tabelle

Pl.  Team Pkt.
2. Güstrower SC 09
31
3. MSV Pampow
27
4. Rostocker FC
26
5. TSV Bützow
20

zur Tabelle

Facebook